Einleitung

Das BLV und die kantonalen Veterinärdienste pflegen im Aufgabenbereich des öffentlichen Veterinärwesens eine strukturierte Zusammenarbeit. Als «Veterinärdienst Schweiz» setzen sie sich für die Gesundheit und das Wohlergehen von Mensch und Tier ein. Während die Kantone im Bereich Tierschutz vollumfänglich für den Vollzug der Gesetzgebung zuständig sind, engagiert sich das BLV in der Bereitstellung von Hilfsmitteln wie IT-Tools, Handbüchern, Checklisten und Fachinformationen, in der Aus- und Weiterbildung der amtlichen Tierärztinnen und Tierärzte sowie in der Durchführung von Tierschutzplattformen. Es leitet den regelmässigen Austausch zwischen den einzelnen kantonalen Veterinärdiensten in Form der Ständigen Kommission Tierschutz. All diese Aktivitäten stehen für die Bestrebungen des BLV, einen möglichst einheitlichen, d.h. harmonisierten Vollzug der Tierschutzgesetzgebung zu fördern.

Das übergeordnete Ziel dieser intensiven Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen ist die effiziente und wirksame Vollzugsarbeit. Die Tierschutzstrategie 2017ff des Veterinärdienstes Schweiz beinhaltet Projekte, die auf diese Zielsetzung ausgerichtet sind.

Tierschutzthemen wecken starke Emotionen, Meinungen sind in der Öffentlichkeit und in den Medien schnell gemacht – deshalb sind die kompetente Aufarbeitung von Einzelfällen und einheitliche, sachbezogene Stellungnahmen seitens der betroffenen Veterinärbehörden umso wichtiger.

Neben den medienwirksamen Tierschutzfällen, die meistens eine einzige Tierhaltung betreffen, stellen sich die kantonalen Veterinärdienste ihrem gesetzlich vorgegebenen Kontrollauftrag. Was nach einem Routinegeschäft tönt, fordert von den amtlichen Kontrollpersonen nebst hohem organisatorischen Aufwand viel Fachkompetenz und persönliches Engagement in häufig anspruchsvollen Situationen. Die Kontrollen der landwirtschaftlichen Tierhaltungen stehen mit ihrem direkten Bezug zur Lebensmittelsicherheit besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Aber auch jede bewilligte Haltung von Wildtieren sowie gewerbsmässige Tierhaltungen, Tierzuchten und Tierheime müssen regelmässig kontrolliert werden. Werden Mängel oder Verstösse gegen die Gesetzgebung festgestellt, ist es die Aufgabe der kantonalen Tierschutzfachstellen, in den betroffenen Tierhaltungen mit geeigneten Massnahmen einen gesetzeskonformen Zustand herbeizuführen.